"Die Schüler der Jena-Plan-Schule sind Spitze in Selbstkompetenz, Sozialkompetenz und Methodenkompetenz."
(Barbara Mergner, Thür. Institut f. Lehrerfortbildung)
Kerngedanken:
- selbsttätiges Arbeiten
- gemeinschaftliches Zusammenarbeiten und -leben
- Mitverantwortung der Schüler- und Elternschaft.

"Nur wenn sich Schulen einen engen Zusammenhang mit den Eltern der Schüler sichern, einen gemeinsamen Bezirk voller Lebenswirklichkeit herstellen, können Schulen zu Erziehungsstätten werden."
(Peter Petersen)
Arbeitsformen:
- Gespräch, vollzieht sich in Kreisform
- Spiel, fördert Entwicklung jüngerer Kinder, lehrt Regeln für soziales Verhalten, fördert die Aufmerksamkeit
- Arbeit: Kernunterricht (fächerübergreifend), Freiarbeit (freie Wahl des Fachs), Kursunterricht (Fächerunterricht)
- Fest (zu Beginn und zum Ende einer Woche)

"Schulen nach dem Jenaplan sind Familienschulen: Schule und Elternhaus greifen ineinander und so wird das beste Bündnis geschlossen, in dessen Schutz eine Schule gedeihen kann, die Schulgemeinde."
(Peter Petersen)
Umgestaltung des Schulalltags:
- Stammgruppen statt Jahrgangsklassen
- Wochenarbeitsplan statt des üblichen 45-Minuten-Rasters (Petersen: "Fetzenstundenplan")
- Im Mittelpunkt ein täglicher Gruppenunterricht von 100 Minuten Dauer,
- Selbstständiges Denken und Handeln unter gegenseitiger Hilfe,
- überfachliches Arbeiten in Projekten
- zur Sicherung des Mindestwissens straff und lehrgangsmäßig geführte Kurse
- statt Zensuren ein Arbeits- und Leistungsbericht mit drei Bewertungsmaßstäben, wobei Selbstkontrolle am Werk und auch Kameradenbeurteilung angestrebt wurden
- regelmäßige Monatsfeiern (Schüler-, Lehrer- Elternfeiern)
Deutscher Schulpreis
Der Deutsche Schulpreis für Schulen ist zu Vergleichen mit Vergabe des Exzellenzstatus für Universitäten. Im Dezember 2006 wurde dieser Preis erstmals vergeben. Und die Jenaplan-Schule in Jena jubelte. Das Schulmodell basierend auf den Thesen Peter Petersens beeindruckte die Jury durch seine Leistungs- und Zukunftsfähigkeit mittels gemeinsamen Lernen aller Schüler.
Das Jurymitglied Prof. Peter Fauser sagte gegenüber der OTZ:
"Die Wirklichkeit guter Schulen ist besser als unsere Ideen guter Schulen."